Veränderungen werden kommen - noch nicht alles ganz klar!

Geöffnet als Baustelle! ;) Umbauarbeiten erfolgen noch über einige Bereiche!
Red Pandas Playing by The Meat Case (CC-BY).

Macht's gut, und danke für den Fisch!

Aber was heißt das für euch? Nun es wird sich auch für euch in den nächsten Wochen und Monaten so einiges ändern, aber fangen wir erst mal von vorne an:


Dass ich keinen guten Draht zu den meisten in der WoltLab-Community habe - auch wegen meines manchmal forschen und direkten Auftretens - ist mir durchaus bewusst. Wer seine Meinung anderen sehr direkt sagt und auch dazu neigt mal unhöflich zu werden, der wird von der Masse nicht geliebt, das ist aber auch nicht mein Ziel. Ich gehöre zu den Mitmenschen, die lieber jemanden mal direkter sagen, was Sache ist als durch die Blume oder über Umwege der abstrakten Gruppen zu beleidigen. Falsch verstandene Höflichkeit führt oft eher zu Problemen, als dass sie Probleme löst.


Das Problem für mich daran ist nur, dass die WoltLab-Community durch einige wenige Mitglieder sehr stark geprägt wird und es daher oft nicht wichtig ist, was geschrieben wird, sondern wer etwas schreibt. Was ich nun beschrieben habe, ist meine Sicht auf die aktuelle WoltLab Community und muss sich nicht mit euren Erfahrungen decken.


An dieser Stelle muss ich jedoch festhalten, dass ich sehr wohl die Bemühungen von WoltLab selbst durchaus begrüße in einem gewissen Thema auch Ruhe hereinzubringen, gleichzeitig hat die Begebenheit um meine neue Stelle und meine Überraschung über mein neues Gehalt gleichzeitig dennoch eine gewisse Doppelmoral bei vielen Mitgliedern offenbart und das war der erste Knacks in meiner Beziehung zur WoltLab Community.


Ich kann es verstehen, dass das eine oder andere Mitglied angepisst war, nur wenn man sich freut, neigt man auch mal etwas zum Prahlen. Da ich das an dieser Stelle aber nicht in die Länge ziehen will: Es scheint für manche nicht okay zu sein, dass jemand sich über ca. 20 % mehr Gehalt freut und auch mal das Gehalt benennt oder dass jemand von seinem Arbeitgeber auf entsprechende Schulungen geschickt wird, während es gleichzeitig vollkommen in Ordnung für das gleiche Mitglied scheint, dass eine andere Person öffentlich angibt, sich ein MacBook Pro für knapp 5000 € bestellt zu haben. Doppelmoral in reinster Form und es ist – in meinen Augen – nicht relevant, dass das Gerät für die Arbeit angeschafft wurde.


Bitte versteht mich nicht falsch: Ich freue mich für das Mitglied, dass es durch seinen Job genug verdient einfach mal ohne zu Zögern innerhalb von 2 Jahren – scheinbar – sich ein neues MacBook Pro für 3000 € zu kaufen. Die Situation nimmt jedoch seltsame Züge an, wenn das Mitglied, dass mir Prahlerei vorwirft und mich mehrmals von der Seite angegriffen hat, diesen Beitrag mit einem Like versieht.


Genauso verhält es sich im Smalltalk-Bereich gerne mal mit dem Chitchat. Gewisse Mitglieder dürfen quasi jeglichen Blödsinn aus ihrem Leben zum Besten geben und erhalten Likes, während scherzhafte Bemerkungen von anderen wieder abgestraft werden und sich gewisse Mitglieder scheinbar persönlich angegriffen fühlen.


Ähnlich ist es, wenn ein Rant gegen gewisse Meinungen von Mitgliedern geschrieben wird und man sich da auch teilweise unterhalb der Gürtellinie bewegt. Es kommt oft nicht darauf an, dass man sich unter der Gürtellinie bewegte, sondern es kommt allzu oft auf das Opfer an und wo das Opfer im Vergleich zu einem selbst in der Hackordnung der WoltLab-Community steht, also wie beliebt das jeweilige Mitglied ist. -- Ergänzung 04.01.2022: Ebenso ist die Popularität einer Meinung wichtig, ist eine Meinung unpopulär, wird man quasi für einen Rant gegen eine Meinung gefeiert.


-- Änderung 04.01.2022: Ich habe nun bereits die falsche Höflichkeit erwähnt – Beleidigungen werden über Umwege verpackt – damit könnte ich allgemein umgehen, das Problem ist aber auch hier wieder die Doppelmoral und deren Auswüchse ich im Ansatz aufgezeigt habe.


Es gibt einige Mitglieder, die sich für Diversität einsetzten – eigentlich ein hehres Ziel, dass ich voll unterstütze – allerdings endet dieses Engagement der meisten Mitglieder bei problematischen Namen und der gendergerechten Sprache. Wirklich andere Menschen als das akzeptieren, was sie sind, dass können diese Mitglieder nicht wirklich, sondern sie warten, dass man sich ihrer Norm anpasst. Eine Scheinheiligkeit, die mir aus bestimmten Gründen gehörig gegen den Strich geht, dazu in einem anderen Abschnitt mehr.


Als das bewegt mich dazu mich wieder aus der WoltLab Community zurückzuziehen und einige Sachen in den nächsten Wochen stark zu verändern.

Einmal Rupert und zurück!

Es kommt allerdings noch etwas dazu: Auch wenn ich gerne für die WoltLab Suite programmiere, so ungern setzte ich die WoltLab Suite selbst nun ein.


Ich habe wieder ein Jahr die WoltLab Suite im Einsatz und merke an vielen Ecken und Enden, dass die Software zwar viel kann, sich WoltLab aber über gewisse Workflows so überhaupt keine Gedanken gemacht hat. Die Mehrsprachigkeit für Artikel und Seiten ist zwar erst mal gut gemeint, scheitert am Ende allerdings daran, dass man das Artikelsystem nicht wirklich brauchbar erweitern kann. Dazu kommt, dass in einer professionellen Umgebung ein Artikel nicht von der gleichen Person in eine andere Sprache übersetzt wird, sondern eben von einem*r dafür vorgesehenen Redakteur*in/Übersetzer*in.


Ähnlich sieht es mit den inhaltlichen Seiten aus. Ja, es gibt die Möglichkeit den Editor zu nutzen, ebenso HTML und Smarty-HTML doch wirklich intuitiv ist das alles nicht. Moderne CMS-Systeme bieten hier selbst in einfachen Systemen etwas bessere Möglichkeiten eine Seite zu gestalten, ohne dass man sich wirklich mit HTML auskennt. Sosehr der Gutenberg-Editor bei WordPress gehasst wird, gerade in professionellen CMS-Systemen gibt es die Möglichkeit eine Seite über entsprechende Elemente zusammenzustellen.


Gut, ich gebe zu, ich mecker an der Stelle ein wenig auf zu hohem Niveau, aber gerade der CMS-Part der WoltLab Suite hat eben einige Schwächen, die das Arbeiten damit nicht unbedingt angenehm machen. Es ist schön, dass WoltLab ein einfaches CMS in der WoltLab Suite anbietet, doch geht WoltLab hier teilweise sehr eigensinnige Wege, wie die Mehrsprachigkeit, oder lässt gewisse Wege vermissen – Module für Seitenabschnitte.


Auch die Medienverwaltung bei WoltLab ist alles andere als wirklich brauchbar. Während ich in WordPress und in anderen Systemen meine Medien effektiv auch im Editor in neue Kategorien verschieben kann, die allgemeine Bearbeitung sehr einfach ist – wie in vielen anderen CMS-Systemen auch, fehlt diese Möglichkeit bei WoltLab noch vollständig. Ich muss mir von Anfang an Gedanken über eine entsprechende Struktur der Ordner/Kategorien machen oder diese im Nachgang erneut anlegen. Auch das Wechseln zwischen den Kategorien ist alles andere als angenehm, da diese über ein Select-Field ausgewählt werden.


Gleichzeitig hat man in Artikeln und in Seiten die Anhänge abgeschafft, man hat ja die Medienverwaltung. Gerade die Anhänge würden in so einem Fall aber auch helfen eine gewisse Ordnung im System zu halten. Artikel und Seiten übergreifende Medien in die Medienverwaltung, Artikel und Seiten spezifische Medien in die Anhänge. Nicht möglich, was schade ist.

Das Restaurant am Ende des Universums

Es sind jetzt nicht nur diese kleinen Probleme, die die WoltLab Suite für mich uninteressant machen, sondern es ist nun auch die neue Preisgestaltung, die für mich in den letzten Wochen den Ausschlag gegeben hat.


Ja, ich höre jetzt einige schon aufschreien, dass XenForo, Invision und Co doch teurer sind, aber das ist ein Trugschluss. WoltLab verlangt für das Forum nackt 109,99 €, pro Jahr Upgrades 54,99 €. Nehme ich allerdings noch eine Galerie und die Datenbank dazu, kostet das 64,99 pro Produkt und pro Jahr 32,49 €. ElasticSearch schlägt mit 99,99 € zu buche und 49,99. Die Anschaffungskosten belaufen sich 339,96 und im Jahr kommen 137,47 € auf mich zu.


Bei XenForo sieht das für mich jetzt anders aus: 160 $ + 65 $ + 65 $ + 55 $, macht für die Anschaffung 345 $ und je nach Tag ca. 300 - 320 €. Updates sind mit 55 $ + 15 $ + 15 $ + 10 $ aber nun ein gutes Stück günstiger: 95 $ und je nach Tageskurs bin ich mit 80 - 90 € dabei.


Für mich ist XenForo jetzt wirklich das deutlich attraktivere Angebot, denn 30 - 40 € zu sparen an Lizenzen deckt im Jahr einmal die IDE ab.

Das Leben, das Universum und der ganze Rest

Es sind also eine Menge von Kleinigkeiten, die auch in den letzte 2 - 3 Monaten eine gewisse Untätigkeit in mir auslöste und auch ein Unwillen wirklich noch etwas zu machen. Ich habe aber bereits angedeutet, dass das jetzt alles nicht so der harte Bruch werde wird, denn man hier vermuten kann.


Ich habe den QuizCreator entwickelt und euch zur Verfügung gestellt und damit bin ich auch eine gewisse Verpflichtung eingegangen mich um Fehler und Probleme zu kümmern, genau so will ich ihn weiter entwickeln, aber es wird sich hier einiges ändern.


Ob Teralios.de in der Form noch weiter existieren wird, steht auf der Kippe. Ich sage es ganz offen: Ich betreibe Teralios.de nicht, um Reichweite zu bekommen oder eine Community aufzubauen. Ich habe keinen wirklichen Geltungsdrang und ich mache mein Lebe auch nicht wirklich davon abhängig, was andere von mir denken und ebenso wenig davon, ob sie meinen Gedanken folgen oder nicht. Zur Disposition steht Teralios also auch als Pseudonym für mich.


Menschen entwickeln sich – in der Regel – weiter und eine Persönlichkeit wird mit der Zeit immer komplexer. Ich selbst halte zum Beispiel nicht wirklich viel von der binären Geschlechtseinteilung der konservativen Gesellschaft, allgemein halte ich auch nicht viel von Stereotypen. An dieser Stelle bin ich so offen: Ich selbst sehe mich zwar primär als männlich, gleichzeitig habe ich aber auch eine oft ziemlich feminine Ader und verleugne diese auch nicht.


Ich habe in den letzten 7 Jahren – meine erste Trennung aus der WoltLab Community – sehr viel durchgemacht und bin durch so einige Höhen und Tiefen gegangen, konnte mir aber auch über so manche Sachen in meinem Leben klar werden und warum ich heute so bin, wie ich bin.


Dass ich unter ADS leide, wusste ich bereits vor ca. 22 Jahren, nur dass man damals davon ausging, dass sich ADS meistens bis zum erwachsene Alter verwächst. Um eines direkt klarzustellen: Ich weiß, dass gerade heute Eltern gerne ADS und ADHS als Ausrede für ihre schlecht erzogenen Kinder nutzen und meinen damit alles zu entschuldigen und viele Kinder vermutlich kein ADS haben. Ich selbst kann so etwas relativ gut einschätzen, besonders wenn man mit Kindern mal wirklich darüber spricht. Es macht nämlich einen Unterschied, ob man versucht sich zu konzentrieren, man aber gleichzeitig merkt, dass man gewisse Ticks hat, die einen daran hindern wirklich konzentriert zu arbeiten oder man einfach nur kein Bock hat oder sich langweilt.


Neben ADS kam in den letzten 7 Jahren aber eine erweitere Erkenntnis hinzu und ich habe es auch untersuchen lassen: Ich habe das Asperger-Syndrom und damit eine Form von Autismus. Klar Asperger ist gerade seit Greta Thunberg in aller Munde, aber ich habe diese Diagnose bekommen, bevor es durch Greta Hip wurde.


Ich habe lange Jahre versucht, mich – auch, ohne dass ich weiß, was mit mir los ist – an die Gesellschaft anzupassen und habe bei Problemen immer mir selbst die Schuld gegeben. Da spreche ich jetzt nicht von den Diskussionen in der WoltLab Community, da habe ich so manche Sachen provoziert und stehe dazu!


Ich wurde in der Schule, aber auch in meinem Sportverein wegen meiner Art lange gemobbt und das oft auch auf eine böse Art, was mich stark geprägt hat. Wer nicht der Norm entspricht, wird bekämpft. Das ging von Lehrern – Sonderschule, man versaue mir die Möglichkeit zu studieren usw. – als auch von Mitschülern, Trainern und Vereinskameraden aus und eben auch zu weiten Teilen aus der WoltLab Community. Ich bin in der Zeit auch immer wieder auf herzensgute Menschen getroffen, die mich so nahmen, wie ich bin und die mich auf meinem Weg unterstützt haben.


Wirklich frei von Mobbing war ich das erst mal, als ich 2008 mein Studium in Berlin angefangen habe und auf eine sehr offene Gesellschaft in Berlin getroffen bin, die mich wirklich so genommen hat, wie ich bin. In Berlin hat keiner von mir erwartet, dass ich mich verbiege, mich anpasse. Man akzeptiert sein Gegenüber mit allen Ecken und Kanten und begreift diese Ecken und Kanten als etwas Gutes. Auch etwas, was man in der WoltLab Community stark vermisst.


Leider hatte ich nicht das Glück in Berlin oder Norddeutschland eine entsprechende Stelle zu finden, wodurch ich erst mal wieder einige Städte im wunderschönen Süden von Deutschland erlebt habe und das auch in zwei eher konservativen Gegenden und ich merkte: Ich passe nicht in diese Ecken.


Ebenso wurde ich in der einen Arbeitsstelle gemobbt, eben weil ich anders war! Nun sitze ich wieder im wunderschönen Norden von Deutschland und die Diversität, die Weltoffenheit, die viele an Berlin hassen, ermöglicht es mir wirklich ein Mensch zu sein!


Ich bin in den letzten Jahren gewachsen und auch über den Teralios von 2011 hinaus. Was und wie genau es weiter geht, werde ich euch auf jeden Fall rechtzeitig genug mitteilen, habt aber bitte Verständnis, dass ich hier nicht alles sofort erläutern kann.