Chengdu J-20 »Fire Fang« - Klemmbau(Lego?)steine von Wange

Geöffnet als Baustelle! ;) Umbauarbeiten erfolgen noch über einige Bereiche!
Bild von Karsten (Teralios) Achterrath.

Ein wenig Provokation sei mir am Anfang dieses Reviews gegönnt, wenn man bedenkt, dass Lego den Helden - Held der Steine - gebeten hat die entsprechenden Videos zu löschen, aber ob der Kampf nicht bereits verloren ist?

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Lego hat mich natürlich auch in meiner Kindheit begleitet und so manches legendäre Set der 90er habe ich selbst gehabt und bis heute bin ich mit meiner Mutter stocksauer, dass sie mich 99 kurz vor einem Umzug dazu gezwungen hat 3 Umzugskartons mit Legosteinen zu »verschenken«. Nun, endlich kann ich meine Sammlung langsam wieder aufbauen, denn ab und an baut man doch gerne ein Lego-Modell.


Und wie ihr wisst, gibt es seit einigen Jahren nun auch andere Anbieter von Legosteinen - Verzeihung, Klemmbausteinen oder doch lieber Noppenstein? Ihr merkt, ganz so einfach ist es nicht und als Kind wäre für mich alles Lego gewesen, denn als Kind versteht man so etwas nicht unbedingt nicht und selbst heute fällt es mir schwer und mit dem Test der J-20 von Wange, möchte ich mich auch wieder in die Welt der Klemmbausteine begeben. Hoffentlich merken die Personen bei der Lego Juris AS, dass ich hier erst mal gezielt provozieren wollte, um einmal auf das Problem allgemein einzugehen, ich werde nämlich natürlich im weiteren Verlauf die Steine von Wange als Klemmbausteine bezeichnen, denn als Erwachsener verstehe ich natürlich die komplizierte Welt des Markenrechts - NICHT! Gut, doch ein wenig. Deswegen sei mir die Provokation auch mal gestattet.


Aber nun genug davon und gehen wir zu dem spannenden Teil über: Der J-20 »Fire Fang« - Nato-Codename laut Anleitung - von Wange und direkt vorweg: Ich mag die J-20 und zwar mehr als die F-22 Raptor oder die F-35 Lightning II, auch wenn man natürlich Design-Elemente beider Maschinen in der J-20 findet, schade, dass es noch kein Klemmbaustein-Set der Su-57 gibt. Bestellt habe ich die J-20 auf Steingemachtes.de und muss sagen: Ich bin ein wenig verärgert und doch sehr positiv überrascht. Um es direkt klar zustellen: Was ich jetzt schreibe ist keine wirkliche Kritik, denn es ist Meckern auf hohem Niveau und doch hoffe ich, dass man zumindest diese »Kritik« liest.

Wunderbare Bestellung, aber warum schon am Samstag?

Das Modell habe ich am Freitag bestellt - also am 26.02.2021 - und per PayPal bezahlt, entsprechend bekam ich auch schnell die E-Mails mit der Bestätigung und dass die Bestellung in Bearbeitung ist und dann? Nichts mehr! Und genau hier liegt das Problem - Meckern auf hohem Niveau: Da am Freitag keine Versandbestätigung kam, habe ich mir beim Wäschewaschen bei einem Kumpel - JA ICH HABE NOCH KEINE EIGENE WASCHMASCHINE ;( - auch Zeit gelassen und bin so um 14:30 zu Hause angekommen und fand in meinem Briefkasten die schöne gelbe Hinweiskarte, dass ich ja nicht da war um ein Paket entgegenzunehmen, zu diesem Zeitpunkt war meine Bestellung bei Steingemachtes noch auf »In Bearbeitung« und es gab auch keine Versandnummer. Auch die Recherche bei DHL war da nicht so genau, da ich nur das Hauptlager von DHL fand, aus dem das Paket abgesendet wurde: Bielefeld, die Stadt die es eigentlich nicht gibt. Da Steingemachtes in Padarborn angesiedelt ist, war also klar, dass das Paket von dort kommt. Na, hätte ich das mal gewusst, dann hätte ich nämlich nicht noch eine Cola getrunken, sondern wäre etwas früher los.


Bild von Karsten (Teralios) Achterrath. Aber egal, das Paket kam ja an und schneller als erwartet, ist das nicht toll? Wie ich schreibe: Meckern auf hohem Niveau und kein wirklicher Kritikpunkt, denn der Versand erfolgte in diesem Fall sehr schnell und unkompliziert und so mancher andere Händler könnte sich hier eine Scheibe abschneiden.


Das Paket an sich ist relativ groß, was mich da schon verwunderte, denn 290 Teile sind jetzt nicht gerade viele und in so ein Paket passt mehr hinein, also viel Luft. Als ich das Paket von der Post holte, hatte ich damit natürlich auch sofort einen Kritikpunkt, der sich aber nach dem Öffnen revidierte. Klar, es war viel Luft im Paket und doch hat man sich mit unnötigem Füllmaterial mehr als zurückgehalten und die eigentliche Verpackung des Klemmbaustein-Sets war hochkant diagonal im Karton. Ein wenig Lagerfolie war um die Verpackung gewickelt, das war es schon. Hier muss ich sagen: Es geht zwar noch besser, aber da man nicht beliebig viele Kartons auf Lager halten kann, hat man hier einen sehr guten Weg gewählt: Top! Neben dem Modell war nur noch die Rechnung mit im Karton, keine unnötige Werbung und eben auch - wie bereits erwähnt - kein Füllmaterial. Damit fällt die Entsorgung sehr leicht: Zerschneiden und in die Altpapiertonne. Zu viel Verpackung macht nämlich auch kein Spaß, wobei so ein wenig Luftpolsterfolie?


Man sieht, ich bin mit der Bestellung im ganzen zufrieden, es ging schnell, unkompliziert und je nachdem wie man es werten möchte, am Ende war das Paket schneller da, als erwartet. Und was lag dann im Paket? Na eben die J-20 von Wange!

Bild von Karsten (Teralios) Achterrath.

Ein relativ elegantes und schlichtes Design, dass Modell wird auf der Vorderseite gezeigt, ein paar technische Informationen auf den Seiten und das war es. Die Verpackung wirkt stabil und fühlt sich auch als ganzes gut an. Wange hält sich hier auch an die üblichen Konzepte aus dem Bereich des Modellbaus aber auch an dem Verpackungsdesign der anderen Klemmbausteinhersteller. Im Übrigen, so als Einwurf an der Stelle: Lego hatte ja auch die Verpackungsgestaltung der alternativen Hersteller bemängelt und dass diese sehr nah an Lego wären, dabei ist das bei verdammt vielen doch recht ähnlich, auch abseits der Welt von Lego. In der Regel packt man das Logo in eine der Ecken, sehr viele oben Links, manche oben Rechts und manchmal eben an einer Kante. Das Lego hier entweder zu sehr nach Strohhalmen greift oder die Juristen der Großkanzlei von Lego zwar gute Juristen sein möchten, aber ansonsten nicht die hellsten Leuchten auf diesem Erdball sind, ist hier naheliegend. Genug jedoch davon, auch wenn ich an manchen Ecken doch noch mal einen kleinen Seitenhieb auf Lego loslasse.

290 Teile, Fertigstellung beim Kunden erwünscht

Bild von Karsten (Teralios) Achterrath. In der eigentlichen Verpackung - die recht stabil verklebt ist, sich jedoch einfach öffnen lässt - finden wir dann eine Anleitung - leicht verbogen - 10 Tüten und einen Teiletrenner in Schwarz. Wie ihr auf dem Bild erkennen könnt, gibt es dabei einige Formteile, gerade für die Flügel, was an sich nicht schlecht ist. Hier kann man nun streiten, ob es sich noch um Legosteine - verdammt, da ist es passiert, natürlich sind Klemmbausteine gemeint, handelt, oder hier der Gedanke der Klemmbausteine verfälscht wird. Der Vorteil der Formteile liegt natürlich darin, dass man gewisse Konturen eines Flugzeuges besser trifft, aber jeder/jede Baumeister*in ist da anders und jeder muss für sich die Entscheidung treffen.


Die eigentlichen Tüten sind dabei eine Mischung aus Tüten, die sich sehr einfach aufreißen lassen - also eher knisternd - und den eher weichen Tüten, die man wie ein Gummiband auseinander ziehen muss. Gegenüber Cobi ist das ein Vorteil, gegenüber Lego eher ein Nachteil. Cobi verwendet entweder die einfach zu öffnenden Knistertüten oder eben die gummiartigen Tüten, die gefühlt sich von meinem Zimmer bis in die Küche ziehen lassen, bevor sie aufgehen. Die Haptik der Tüten ist gut und noch wichtiger ist - so mancher Lego-Jünger behauptet gerne bei Tests, dass Ihnen unangenehme Gerüche auffallen bei den alternativen Herstellern - dass es keine unangenehmen Kunststoffausdünstungen gab, auch nicht bei den Reifen. Öffnet man die Tüten - es gibt eine Nummerierung, die Bauschritte vermuten lassen, aber diese ist irreführend - purzeln einem auch die Steine entgegen und im ersten Moment denkt man, dass man hier Legosteine auf dem Tisch hat - dieses Mal wurde der Begriff bewusst gewählt liebe Anwälte von Lego und ist kein Versehen - wären da nicht ein paar kleine aber feine Unterschiede: Auf den Noppen ist kein Schriftzug, diese sind glatt und die Angusspunkte sind anders gesetzt - gerne mal in einer Noppe. Optisch auf den ersten Blick denkt man aber, dass man hier Legosteine auf dem Tisch hat und auch der dunkelgraue Farbton ist kaum vom Dark-Bluish-Grey von Lego zu unterscheiden. Um hier an der Stelle direkt so manchen Legofans den Wind aus den Segeln zu nehmen: Farben kann man nur in ganz besonderen Kontexten schützen, nur Farbnamen an sich kann man schützen als Marke. Zumal so mancher Farbton von Lego einfach ein Standardfarbton der Hersteller für ABS-Granulat ist. Egal, ich will hier nicht weiter Lego provozieren oder die Fans, aber auch ich kann manchmal echt Sticheln.


Von Vorteil für dieses Set von Wange ist die Tatsache, dass keine Sticker beiliegen, sondern die Teile alle ordentlich bedruckt sind. Die Drucke sind sauber und bewegen sich durchaus auf einem Level mit Cobi oder auch Lego - wenn sie denn mal ein Teil bedrucken, wobei, es wird ja mehr. Hier muss man aber klar sagen: Es gibt auch eine gewisse Serienstreuung. Zum Beispiel sind manche Drucke meiner Cobi-Bismarck wirklich erste Sahne, andere würde ich als sehr durchwachsen bezeichnen und auch bei Lego hatte ich von guten bis schlechten Drucken schon alles, Wange reiht sich hier also in das Feld ein. Der Druck auf der Schnauze der J-20 könnte zum Beispiel etwas kräftiger sein, der Druck auf den Flügeln ist dafür sehr gut.


Auch die Steine an sich fühlen sich beim ersten Bauen nicht schlechter oder besser an als die Steine von Lego und die Klemmkraft ist vollkommen in Ordnung. Der Zusammenbau hat sich jetzt nicht großartig anders angefühlt als bei Lego. Vereinfacht ausgedrückt: Ob Lego oder Wange, das war in dem Fall hier egal und relativ schnell ist man hier in einen schönen Baufluss gekommen. Negativ zu erwähnen wäre hier höchstens, dass man an manchen Steinen leichte minimale Kratzer erkennt und das ebenso auch an den Fliesen, obwohl es sich hier um ein original verpacktes Modell handelt. Das ist eine bekannte Schwäche bei den chinesischen Herstellern, wobei es hier eine Vielzahl von Gründen geben kann.


Ich muss an dieser Stelle auch sagen, dass Wange hier gegenüber Cobi für mich sogar einen kleinen Vorteil hat: Die Steine greifen sanfter ineinander und die Steine fühlen sich auch ein Tick weicher an, was sie näher an die Steine aus Dänemark kommen lässt.

Bild von Karsten (Teralios) Achterrath.

An dem oberen Bild kann man gut erkennen, was ich meine: Der Druck ist gut, die Angussstelle sitzt bei Wange in der Regel in einer Noppe. Da sowohl die Noppen als auch das Finish der Steine allgemein glänzend ist, fällt der Unterschied zu Legosteinen aber eher gering aus. Gleichzeitig sieht man aber auch, dass die Steine am Ende im Finish nicht ganz so perfekt sind. Woran das liegt? Der lange Transport kann es nur bedingt sein, denn auch Lego lässt Steine in China fertigen. Ich denke, dass hier einfach der letzte Arbeitsschritt noch nicht so perfekt ist oder dass die Qualitätskontrolle etwas gnädiger ist.

BauanleiTUNG - ein dummer Witz von mir

Ja, ich gebe es zu, dieser Witz ist alt, rassistisch und eigentlich dumm, an dieser Stelle konnte ich ihn mir aber nicht verkneifen und wir wollen hier mal nicht zu ernst sein. Die Anleitung macht - abseits der leichten Biegung - einen guten Eindruck. Das Papier fühlt sich gut an - an dieser Stelle sei gesagt, dass ich als Bibliothekar eine Menge Papier in den Händen habe und sehr wohl beurteilen kann, ob ein Papier eine gute Qualität hat oder nicht - und auch der Druck ist sauber. Wir kommen am Ende auf 6 Bögen Papier die Klammer gebunden werden. Die Anleitung hat so also 24 Seiten - 22 abzüglich des Covers und der Rückseite. Auf den ersten beiden Seiten geht man auf die J-20 ein sowie auf die Funktionen des Klemmbausteinsets. Es folgt eine Teileliste und dann geht es auch schon mit den Bauschritten los. Ähnlich wie Cobi wird dabei der letzte Bauschritt »ausgegraut«, wobei man hier sagen muss: Die Farbe der Wahl ist Weiß. Man gewöhnt sich hier sehr schnell an den Bau, auch wenn andere Hersteller hier ein Tick besser sind, in dem vorherige Bauschritte nur blasser dargestellt werden.

Bild von Karsten (Teralios) Achterrath. Bild von Karsten (Teralios) Achterrath. Bild von Karsten (Teralios) Achterrath.


Es lässt sich jedoch gut nach der Anleitung bauen und der Bau stellt auch keine wirkliche Herausforderung dar, auch wenn hier in 35 Bauschritten 290 Teile verbaut werden, es sind nämlich nur knapp etwas mehr als 8 Teile, so kommt man auch angenehm zügig voran, während man bei Lego gerne mal nur ein oder zwei Teile verbaut. Eine angenehme Abwechslung eben, weil man auch mal etwas mehr macht.

Kriegsspielzeug macht mehr Spaß

Bild von Karsten (Teralios) Achterrath. Allgemein ist der Bau recht angenehm und ich gebe es zu: Ich stehe auf Kriegsmaterial! Klar, es gibt coole Autos, es gibt auch durchaus tolle zivile Schiffe und auch so manchen coolen Jet, doch sein wir ehrlich: Wer erkennt denn bitte sofort den Unterschied zwischen einer Boeing oder eines klassischen Verkehrs-Airbus? Die Formgebung der meisten Verkehrsflugzeuge ist heute sehr ähnlich, eine 787 sieht auf Entfernung einem A350 durchaus ähnlich, was ja daran liegt, dass die Form der Funktion folgt. Bei Kampf-Jets gibt es deutlich mehr Parameter, die das Design bestimmen und auch ungewöhnliche Formen, wie man an der Su-47 sieht man merkt es nun auch an der J-20: Hier baut man nicht irgendeinen Airliner in Zigarrenform für Passagiere, sondern man baut einen Kampf-Jet, bei dem man auf hohe Wendigkeit und einen niedrigen Radarquerschnitt achtet und entsprechend hat man mit Deltaflügeln und Canards zu tun.


Während Kampfflugzeuge - auch bei Schiffen ist es ähnlich - durch ihr Design schon für Abwechslung sorgen und eine gewisse kalte tödliche Eleganz haben, ist der Bau des Modells nicht so aufregend. Man fängt mit der Oberseite an, baut ein Plattengrüst auf und setzt anschließend Slopes - hier speziell geformt mit den schönen Rundungen - und Fliesen. Anschließend kommen die Formteile der Spitze dran und man baut die Unterseide und versteckt eine Bewaffnung aus zwei Luft-Luft-Raketen in einem Raketenschacht. Im übrigen - so manchen Klemmbaustein-Fan wird es freuen: Das Set enthält BRU-Steine. Für alle Lego-Puristen hier, die noch keinen alternativen Hersteller kennen: BRU steht für Baurichtungsumkehr und beschreibt einen Stein oder Platte, die auf beiden Seiten Noppen haben oder auf beiden Seiten eine Aufnahme für Noppen haben und man so die Baurichtung nicht nur mehr um 90° drehen kann, sondern auch um 180°, was einige Möglichkeiten schafft.


In diesem Set kommen zwar nicht viele BRU-Steine zum Einsatz, aber bei den Triebwerken und für alle die ein Bild brauchen, hier der BRU-Stein:

Bild von Karsten (Teralios) Achterrath.

Eine simple Lösung, die so viel mehr Bauspaß bringt und ganz neue Möglichkeiten bietet, wobei ich da mal auf die Schiffe von Cobi verweise. Jedoch, jedes Set mit einem BRU ist in der Regel ein gutes Set, da stimme ich Thorsten von Johnny's World absolut zu!

Am Ende steht der Jet

290 Teile klingen im ersten Moment nicht nach viel - wenn man bedenkt, dass größere Lego-Sets aber auch Klemmbaustein-Sets mit 1.000 und mehr Teilen daher kommen und immer mehr Sets für Erwachsene auch gerne die Schallmauer von 5.000 Teilen knacken - so mancher MoC (My-Own-Creation) kommt auch auf 10.000 Teile und mehr - doch am Ende braucht man hier doch gut knapp eine Stunde um vor dem fertigen Modell zu sitzen. Klar, für 19,99 - macht ca. 7 Cent pro Teil - bekommt man auch ein gutes Videospiel, dass einen länger beschäftigt, dafür steht am Ende aber keine J-20 auf dem Tisch, mit der man auch mal so Spielen kann - hier wird das Kind in der/dem Baumeister*in geweckt.


Das Modell ist entsprechend auch der Menge an Formteilen - Flügel, Nase, Triebwerke - relativ detailliert und kommt dem Original - wenn man sich mal die Bilder auf Wikipedia ansieht - doch recht nah. Sympathisch ist dabei, dass im Cockpit auch ein Männchen sitzt, klar keine Minifigur, aber Kopf und Helm erwecken die Illusion und das passt!

Bild von Karsten (Teralios) Achterrath. Bild von Karsten (Teralios) Achterrath.

Fazit - Es macht Spaß!

19,99 für 290 Klemmbausteine - ich war schon wieder versucht Legosteine zu schreiben, irgendwie ist das in der Hand und im Kopf drin - ist sicher nicht günstig, es sind wie gesagt knapp 7 Cent pro Stein und man bewegt sich hier auf einem ähnlichen Preisniveau wie Lego. Hier muss man aber etwas unterscheiden. Je kleiner ein Set wird, umso schlechter wird bei Lego das Verhältnis des Preises pro Stein, wir sprechen dann mal schnell von 10 Cent und bei Lizenzmodellen auch gerne mal von 12 Cent und mehr. Das liegt hier mit den Fixkosten zusammen. Jedoch - und dass muss man klar so sagen: Wirkliche Preisbrecher sind die Modelle aus Fernost nicht mehr und dessen sollte man sich bewusst sein.


Die Qualität der Steine ist gut und ich wage zu sagen, dass ein Laie bei einem Blindtest keinen wirklichen Unterschied zwischen den Steinen von Wange und Lego feststellen wird und selbst einem Profi könnte es am Ende eher schwerfallen. Natürlich immer unter der Prämisse, dass es ein sauberer Blindtest ist und die Teilnehmer ohne Vorbehalte in diesen Test gehen, wobei auch so mancher Purist vermutlich am Ende überrascht aus diesem Test gehen dürfte.


Die Bauzeit ist mit knapp einer Stunde nicht zu kurz oder lang und man kann dieses Set als einen schönen Happen für einen Abend betrachten und wer Kampfjets mag, findet hier auch mal andere Modelle als die üblichen Standardmodelle aus dem 2. Weltkrieg oder die ikonischen amerikanischen Jets.


Ansonsten: Egal ob nun Lego oder Wange, Cobi oder einen der anderen Hersteller, ich finde es schön, dass heute der Markt größer ist und man auch mal solche Modelle bekommt. Im Artikel-Bild seht ihr meine kleine Sammlung, eine Bismarck von Cobi, die Overwatch-Sets von Lego sowie den Ford Mustang von Lego und nun eben auch die J-20 von Wange. Es ist egal welchen Hersteller man kauft, am Ende zählt nur, ob man Spaß damit hatte und so manchem Lego-Puristen würde etwas Gelassenheit guttun, was Klemmbausteine angeht - nicht Wahr Herr Beuster? Genauso schön wäre es aber auch, wenn manche Lego-Kritiker sich nicht jedes Mal an Kleinigkeiten - ich schreibe nur Farbseuche - aufhängen würden und einem ganz bestimmten YouTuber - ja ich meine dich Held der Steine - würde es gut stehen, wenn er seinen eigenen klugen Worten zu Fanboys auch mal auf sich selbst anwendet, wobei? Polemik macht doch seine Videos erst so interessant!


Daher zum Abschluss: Kauft euch ein schönes Klemmbaustein-Set, egal von welchem Hersteller und entspannt euch beim Bau!